FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Bedeutung haben Thermotolerante Campylobacter bzw. Campylobacter jejuni in Lebensmitteln?

 

Steckbrief zu "Thermotolerante Campylobacter"

 

Allgemeines und Herkunft

Thermotolerante Campylobacter bzw. Campylobacter jejuni sind in Europa die häufigsten Verursacher bakteriell bedingter Lebensmittelinfektionen.

Bei Geflügel bzw. Geflügelfleisch sind diese Bakterien besonders weit verbreitet. Aber auch bei anderen Tierarten wie Rind, Schaf und Schwein kommen Campylobacter spp. regelmäßig vor.

 

Bedeutung

Thermotolerante Campylobacter bzw. Campylobacter jejuni ist ein häufiger Erreger von Lebensmittelinfektionen. Die wichtigsten Ursachen sind der Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Geflügelfleisch, der Verzehr von Rohmilch sowie Kreuzkontaminationen zwischen rohen und verzehrfertigen Lebensmitteln.

Die Symptome von Campylobacteriosen sind insbesondere starke Bauchschmerzen, wässrig-blutiger Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen und Fieber.
Der Krankheitsverlauf von Campylobacteriosen ist im Vergleich zu anderen Lebensmittelvergiftungen, wie z. B. Salmonellosen langwieriger und schwerer. In seltenen Fällen kann es auch zu Komplikationen, insbesondere zu Erkrankungen des Nervensystems (Guillain-Barré-Syndrom) kommen.

Da die minimale Infektionsdosis von Campylobacter jejuni relativ niedrig ist, können bereits geringe Keimzahlen Campylobacteriosen hervorrufen. Eine Vermehrung dieser Keime im Lebensmittel ist hierfür nicht erforderlich. In der Regel vermehren sie sich auch nicht im Lebensmittel, jedoch überleben sie gut bei Kühlschranktemperaturen sowie unter Schutzatmosphären.

 

Wichtigsten Ursachen für Kontaminationen bzw. Erkrankungen

  • ungenügende Erhitzung von rohem Fleisch
  • Verzehr von Rohmilch
  • mangelnde Schlachthygiene und Belastung der tierischen Rohstoffe (insbesondere Geflügelfleisch)
  • Hygienefehler bei der Herstellung
  • Kreuzkontaminationen

 

Weitere Informationen

  • www.rki.de: unter „Infektionskrankheiten A-Z“
  • www.bfr.bund.de: unter „Lebensmittelsicherheit“
  • www.lgl.bayern.de: unter „Lebensmittel“ und anschließend „Hygiene“