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Acrylamid in Nudelchips aus dem Airfryer: Vier Nudelsorten im Test

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23.10.2026 - Lebensmittel

Acrylamid in Nudelchips aus dem Airfryer: Vier Nudelsorten im Test

Nudelchips aus dem Airfryer sind eine beliebte Alternative zu klassischen Kartoffelchips. Doch beim starken Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel kann Acrylamid entstehen – ein Stoff, der als potenziell krebserregend gilt. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart hat deshalb vier verschiedene Nudelsorten untersucht und deren Acrylamidgehalte nach der Zubereitung im Airfryer bestimmt.

Alle untersuchten Nudelchips unter dem Vergleichswert
Für die Untersuchung wurden vier verschiedene Nudelsorten zunächst gekocht und anschließend im Airfryer zu knusprigen Chips verarbeitet. Die fertigen Nudelchips wurden auf ihren Acrylamidgehalt analysiert.

Das Ergebnis: Alle vier untersuchten Nudelsorten wiesen Acrylamidgehalte unterhalb des für Kartoffelchips geltenden Richtwerts von 750 µg/kg auf. Dieser ist in der Verordnung (EU) 2017/2158 festgelegt. Für Nudelchips ist darin allerdings kein eigener Richtwert vorgesehen, weshalb der Wert lediglich als Vergleichsmaßstab herangezogen wurde.

Ein möglicher Grund für die vergleichsweise geringen Acrylamidgehalte ist das vorherige Kochen der Nudeln. Dabei können Acrylamid und bestimmte Vorläufersubstanzen teilweise in das Kochwasser übergehen. Dadurch stehen bei der anschließenden Erhitzung möglicherweise weniger Ausgangsstoffe für die Acrylamidbildung zur Verfügung.

Wie entsteht Acrylamid?
Acrylamid bildet sich insbesondere beim Braten, Backen, Frittieren und Rösten stärkehaltiger Lebensmittel bei Temperaturen über 120 °C. Dabei reagieren im Rahmen der sogenannten Maillard-Reaktion bestimmte Zucker mit der Aminosäure Asparagin. Hohe Temperaturen, lange Erhitzungszeiten und ein geringer Wassergehalt begünstigen die Entstehung.

Da Acrylamid gesundheitlich bedenklich ist, sollte seine Bildung möglichst gering gehalten werden. Weitere Informationen zur gesundheitlichen Bewertung stellt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereit.

Die Untersuchung des CVUA Stuttgart zeigt, dass die getesteten Nudelchips unter den gewählten Zubereitungsbedingungen vergleichsweise geringe Acrylamidgehalte aufwiesen. Die Ergebnisse lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf sämtliche Nudelsorten und Zubereitungsverfahren übertragen.

Acrylamid-Analytik bei Tentamus
In unseren Tentamus-Laboren führen wir regelmäßig Untersuchungen auf Acrylamid in Lebensmitteln durch. Mit zuverlässigen Analysen und schnellen Ergebnissen unterstützen wir Sie bei der Bewertung Ihrer Produkte und der Einhaltung lebensmittelrechtlicher Anforderungen.

Bei Fragen zu unseren Untersuchungsleistungen stehen Ihnen unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater gerne zur Verfügung.