10.09.2026 - Kosmetik
Ätherische Öle – das BfR bezieht Stellung
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Anfang September 2026 einen FAQ-Katalog veröffentlicht, der sich mit dem Thema Ätherische Öle und deren Risiken befasst.
Ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen und bestehen aus unterschiedlichsten Stoffgemischen flüchtiger und fettlöslicher natürlicher Inhaltsstoffe dieser Pflanzen. Sie verleihen beispielsweise Kräutern Ihren Duft und Geschmack und dienen auch als Fraßschutz. Viele Verbraucher verbinden mit ätherischen Ölen aufgrund ihres natürlichen Vorkommens nur Positives. Hierbei handelt es sich aber mitunter um eine riskante Fehlwahrnehmung, da natürlich vorkommende Substanzen und Substanzgemische nicht per se gesund sind. Viele Ätherische Öle enthalten Duftstoffe oder andere chemische Verbindungen, die sensibilisierend oder hautreizend wirken. Daher ist eine Anwendung ausschließlich in hochverdünnter From ratsam und bei Kindern unter 3 Jahren, Allergikern, Asthmatikern, Schwangeren und Stillenden am besten ganz zu unterlassen oder zumindest stark zu reduzieren.
Gerade bei Kleinkindern lösen bereits geringe Konzentrationen an Kampfer oder Menthol (aus Pfefferminzöl) lebensbedrohliche Krampanfälle mit resultierendem Atemstillstand aus.
In kosmetischen Mitteln werden ätherische Öle vornehmlich zu Beduftungszwecken eingesetzt. Möglicherweise enthaltene allergene Duftstoffe sind in Anhang III zur Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 reguliert und müssen ab Konzentrationen von 10 mg/kg (leave-on Produkte) und 100 mg/kg (rinse-off Produkte) auf der Verpackung ausgewiesen werden. Zudem gelten für einige Verbindungen (z.B.: Citral) Höchstkonzentrationen, welche im verkaufsfertigen Produkt nicht überschritten werden dürfen.
Sie haben Fragen oder benötigen eine Duftstoffanalytik Ihrer Rohstoffe oder Fertigerzeugnisse, dann sprechen Sie uns gerne an.
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