02.09.2026 - Lebensmittel
Arsen in Reis und Reisprodukten – warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind
Reis gehört weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und ist auch in Deutschland ein fester Bestandteil vieler Ernährungsformen. Gleichzeitig kann Reis im Vergleich zu anderen Getreidearten relativ hohe Gehalte an anorganischem Arsen aufweisen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass anorganische Arsenverbindungen als krebserzeugend für den Menschen eingestuft werden und eine gesundheitlich unbedenkliche Aufnahmemenge bislang nicht abgeleitet werden konnte.
Wie hoch der Arsengehalt ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Reispflanze nimmt Arsenverbindungen über ihre Wurzeln auf und kann diese in die Reiskörner einlagern. Dabei spielen insbesondere Boden- und Bewässerungsbedingungen, die Anbaumethode und die Reissorte eine Rolle. Da sich anorganisches Arsen besonders in den Randschichten des Reiskorns anreichern kann, beeinflusst auch die Verarbeitung den Gehalt im fertigen Produkt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt daher nicht nur Reis, sondern auch Reiswaffeln, Reisflocken und weiteren reisbasierten Lebensmitteln. Untersuchungen zeigen, dass diese Produkte teilweise höhere Gehalte aufweisen können als weißer Reis. Für bestimmte Reis- und Reisprodukte wurden deshalb auf EU-Ebene Höchstgehalte für anorganisches Arsen festgelegt.
Für Hersteller und Inverkehrbringer ist eine zuverlässige Kontrolle der Rohstoffe und Endprodukte daher ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Durch analytische Untersuchungen lassen sich mögliche Belastungen frühzeitig erkennen und die Einhaltung geltender Anforderungen überprüfen.
Das BAV Institut unterstützt Hersteller und Händler mit analytischen Untersuchungen auf Arsen und weitere Schwermetalle in Lebensmitteln. So können Rohstoffe und Produkte gezielt überprüft und die Qualität sowie Sicherheit von Lebensmitteln zuverlässig unterstützt werden.
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