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Billiger Sonnenschutz aus dem Netz? CVUA Karlsruhe warnt vor gravierenden Mängeln

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05.11.2026 - Kosmetik

Billiger Sonnenschutz aus dem Netz? CVUA Karlsruhe warnt vor gravierenden Mängeln

Billiger Sonnenschutz aus dem Netz? CVUA Karlsruhe warnt vor gravierenden Mängeln

Hoher Lichtschutzfaktor zum Schnäppchenpreis klingt verlockend. Doch bei Sonnenschutzprodukten von internationalen Online-Marktplätzen ist Vorsicht geboten. Das CVUA Karlsruhe (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt) untersuchte im Juli 2026 stichprobenartig fünf Sonnenschutzprodukte von internationalen E-Commerce-Plattformen mit Drittanbieter-Angeboten. Die Produkte waren mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren (LSF) zwischen 60 und 100 beworben. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Alle fünf Produkte wurden als nicht sicher beurteilt. 

Bei keinem der fünf untersuchten Produkte konnten organische UV-Filter nachgewiesen werden. Drei Produkte deklarierten zwar Titandioxid als mineralischen UV-Filter, enthielten laut CVUA Karlsruhe jedoch maximal 2 %. Zum Vergleich nennt das Amt für Sonnenschutzprodukte übliche Einsatzkonzentrationen von bis zu 25 %. Der beworbene hohe Sonnenschutz war bei den untersuchten Produkten somit nicht gegeben. 

Die Ergebnisse sind aus gesundheitlicher Sicht besonders relevant: UV-Strahlung kann Sonnenbrand und vorzeitige Hautalterung verursachen und erhöht das Risiko für Hautkrebs. Wer sich auf einen ausgelobten LSF von 60 bis 100 verlässt, obwohl das Produkt keinen entsprechenden UV-Schutz bietet, kann sich daher in falscher Sicherheit wiegen. 

Fazit: Die Stichprobe ist mit fünf Produkten zwar klein, das Ergebnis jedoch bemerkenswert: 5 von 5 Produkten fielen durch. Beim Kauf besonders günstiger Sonnenschutzmittel auf internationalen Online-Marktplätzen ist deshalb besondere Vorsicht angebracht. Auch Verbrauchermagazine, wie Ökotest und Stiftung Warentest, kamen dieses Jahr zum selben Ergebnis.

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