12.08.2026 - Lebensmittel
Klimawandel und „Trojanische Pferde“, die neue Viren beherbergen können
Eigentlich ist es ganz einfach: steigen die Durchschnittstemperaturen, dann verändert sich die Natur. Das geht weit über unsere persönlichen Befindlichkeiten hinaus. Z.B. werden bestimmte Vektoren = „Trojanische Pferde für teilweise exotische Krankheitserreger immer mehr in unseren Gefilden nachgewiesen, z.B. das über bestimmte Mückenarten (z.B. die Asiatische Tigermücke) verbreitete und besonders bei Schwangeren gefürchtete Chikungunya-Virus.
Nun ist in ca. 100 Milchvieh-Betrieben in Baden Württemberg eine für unsere Breiten neuartige Viruserkrankung nachgewiesen worden, die offensichtlich über eine hierzulande neue Mückenart verbreitet wurde: vier Proben enthielten ein nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe („Shamonda-like“-Virus ), so das untersuchende und zuständige Bundesinstitut für die Erforschung von Tierseuchen (Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems Nähe Greifswald. Die Kühe zeigten Fieber, Durchfall und Milchrückgang. Viren der genannten Gruppe kommen vor allem in Afrika, Asien und Australien vor. Da die transportierenden Gnitzen noch bis November aktiv seien, könnte sich das Virus weiter ausbreiten, so das FLI.
Wir vom BAV-Institut beobachten für Sie laufend die in Ökosystemen absolut nicht unüblichen Änderungen, die eine Relevanz für Lebensmittel, Mensch und Tier haben könnten.
Quellen/Hinweise:
- https://www.tagesschau.de/inland/virus-rinder-100.html vom 3.8.26, 18.38 Uhr, abgerufen am 4.8.26
- https://www.fli.de/de/presse/pressemitteilungen/presse-einzelansicht/fli-weist-neues-orthobunyavirus-der-simbu-serogruppe-shamonda-like-bei-rindern-in-deutschland-nach/, zuletzt abgerufen am 4.8.26
- https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00071536/Steckbrief_Shamonda-Virus_03-08-2026.pdf; zuletzt abgerufen am 4.8.26
- https://www.bnitm.de/aktuelles/fragen-und-antworten/faq-zum-chikungunya-virus, zuletzt abgerufen am 4.8.26
