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Mikrobiologische Sicherheit von Spielzeug: Neue DIN EN 71-20 für wasserhaltige Spielmaterialien

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13.10.2026 - Chemie

Mikrobiologische Sicherheit von Spielzeug: Neue DIN EN 71-20 für wasserhaltige Spielmaterialien

Mikrobiologische Sicherheit von Spielzeug: Neue DIN EN 71-20 für wasserhaltige Spielmaterialien

Ob Spielschleim, Fingermalfarben oder bestimmte wasserhaltige Squishies – Spielzeug mit zugänglichen wässrigen Medien muss besondere Anforderungen an die mikrobiologische Qualität erfüllen. Die neue DIN EN 71-20:2026-02 legt hierfür Prüfverfahren und Bewertungskriterien fest.

Die im Februar 2026 veröffentlichte DIN EN 71-20:2026-02 (basierend auf EN 71-20:2025) beschreibt die Anforderungen an die mikrobiologische Untersuchung von Spielzeug, das zugängliche wässrige Medien enthält. Ziel ist es, mögliche mikrobielle Verunreinigungen zu erkennen und gesundheitliche Risiken für Kinder zu minimieren.

Welche Spielzeuge sind betroffen?
Die Norm ist insbesondere für Hersteller von Spielzeug relevant, das wasserhaltige Materialien enthält, mit denen Kinder beim Spielen in Kontakt kommen können. Dazu zählen beispielsweise:

Ob ein Produkt unter die Norm fällt, hängt von seiner Zusammensetzung, der Zugänglichkeit des wässrigen Mediums und dem vorgesehenen Gebrauch ab. Nicht jedes wassergefüllte oder weiche Spielzeug ist automatisch betroffen.

Welche mikrobiologischen Untersuchungen sind vorgesehen?
Für die mikrobiologische Prüfung verweist die DIN EN 71-20 auf etablierte Untersuchungsmethoden aus der Kosmetik- und Arzneimittelanalytik. Dazu gehören unter anderem:

Darüber hinaus berücksichtigt die Norm die Untersuchung auf gramnegative, gallesalztolerante Bakterien nach Methoden der Europäischen Pharmakopöe (Ph. Eur.).

Die Anforderungen zur Bewertung der mikrobiologischen Qualität sind in Kapitel 6 der EN 71-20:2025 festgelegt.

Was bedeutet die neue Norm für Spielzeughersteller?
Für Hersteller und Inverkehrbringer wasserhaltiger Spielzeuge bietet die Norm eine wichtige Grundlage, um die mikrobiologische Qualität ihrer Produkte zu überprüfen. Insbesondere bei wasserhaltigen Spielmaterialien können ungeeignete Herstellungsbedingungen, Rohstoffe oder eine unzureichende Konservierung das Wachstum von Mikroorganismen begünstigen.

Die neue EU-Spielzeugverordnung (EU) 2025/2509 sieht eine allgemeine Anwendung ihrer wesentlichen Anforderungen ab August 2030 vor. Hersteller sollten sich daher frühzeitig mit den relevanten mikrobiologischen Anforderungen und geeigneten Prüfverfahren auseinandersetzen.

BAV Institut – Ihr Partner für mikrobiologische Untersuchungen
Das BAV Institut verfügt über langjährige Erfahrung in der mikrobiologischen Untersuchung von Kosmetika und Arzneimitteln. Die dabei eingesetzten Prüfmethoden bilden auch eine wesentliche Grundlage der neuen Spielzeugnorm.

Gerne beraten wir Sie zu geeigneten mikrobiologischen Untersuchungen Ihrer wasserhaltigen Spielzeugprodukte.

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Quellen: