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Neue EU-Verordnung: Challenge-Tests gewinnen an Bedeutung

Neue EU-Verordnung: Challenge-Tests gewinnen an Bedeutung

30.06.2026

Neue EU-Verordnung: Challenge-Tests gewinnen an Bedeutung

 

Neue EU-Verordnung: Challenge-Tests gewinnen an Bedeutung

Mit der neuen Verordnung (EU) 2024/2895 ab 1. Juli 2026 wurden die Anforderungen an den Nachweis der Lebensmittelsicherheit bei verzehrfertigen Lebensmitteln weiter konkretisiert.

Damit rücken Challenge-Tests bei verzehrfertigen Lebensmitteln stärker in den Fokus.

Für viele Hersteller stellt sich damit verstärkt die Frage, ob für ihre Produkte ein belastbarer Nachweis zum Verhalten von Listeria monocytogenes während der Haltbarkeit erforderlich ist.

 

Neue EU-Verordnung: Challenge-Tests gewinnen an Bedeutung

Mit der neuen Verordnung (EU) 2024/2895 ab 1. Juli 2026 wurden die Anforderungen an den Nachweis der Lebensmittelsicherheit bei verzehrfertigen Lebensmitteln weiter konkretisiert.

Dabei rücken Challenge-Tests bei verzehrfertigen Lebensmitteln stärker in den Fokus.

Hersteller müssen noch umfassender belegen, dass sich Listeria monocytogenes während der gesamten Haltbarkeitsdauer ihrer Produkte nicht auf gesundheitlich relevante Konzentrationen vermehren kann. 

Challenge-Tests dienen dazu, das Wachstumsverhalten von Listeria monocytogenes unter realistischen Lagerbedingungen zu untersuchen. Ziel ist es festzustellen, ob sich der Erreger während der gesamten Haltbarkeitsdauer im Produkt vermehren kann oder ob das Wachstum zuverlässig begrenzt bleibt.

Gerade bei verzehrfertigen Lebensmitteln, die das Wachstum von Listeria monocytogenes grundsätzlich begünstigen können, ist dieser Nachweis von großer Bedeutung. Kann durch geeignete Untersuchungen belegt werden, dass der Grenzwert von 100 KBE/g bis zum Ende der Haltbarkeit nicht überschritten wird, kann das Produkt entsprechend den mikrobiologischen Kriterien bewertet werden. Liegt ein solcher Nachweis nicht vor, gelten die strengeren Anforderungen der Verordnung.

 

Wie läuft ein Challenge-Test ab?
Für einen Challenge-Test werden mehrere unabhängige Produktionschargen gezielt mit definierten Stämmen von Listeria monocytogenes beimpft. Anschließend werden die Produkte während der gesamten Haltbarkeitsdauer unter praxisnahen Lagerbedingungen gelagert und in regelmäßigen Abständen mikrobiologisch untersucht.

Anhand der Ergebnisse lässt sich beurteilen,

Je nach Fragestellung kann dabei entweder das Wachstumspotenzial oder die Wachstumsrate bestimmt werden.

 

Mehr Sicherheit für Hersteller
Challenge-Tests schaffen nicht nur Rechtssicherheit gegenüber den zuständigen Behörden, sondern liefern auch wertvolle Informationen für die betriebliche Risikobewertung. Sie helfen dabei, Produkte korrekt den mikrobiologischen Kategorien zuzuordnen,

Nicht für jedes verzehrfertige Lebensmittel ist ein Challenge-Test erforderlich. Häufig lässt sich bereits anhand der Produktzusammensetzung, des pH-Wertes, des aw-Wertes oder durch wissenschaftliche Daten beurteilen, ob das Wachstum von Listeria monocytogenes ausgeschlossen werden kann. Reichen diese Nachweise jedoch nicht aus, ist ein Challenge-Test oftmals der zuverlässigste Weg, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Sie sind unsicher, ob für Ihr Produkt ein Challenge-Test notwendig ist? Unsere Experten beraten Sie gerne bei der Bewertung Ihrer Produkte und unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Untersuchungsstrategie.