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15.04.2026 - Lebensmittel

3-Nitropropionsäure in Lebensmitteln – unterschätztes Mykotoxin im Fokus

3-Nitropropionsäure in Lebensmitteln – unterschätztes Mykotoxin im Fokus

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass das Mykotoxin 3-Nitropropionsäure (3-NPA) in bestimmten Lebensmitteln auftreten kann. Besonders betroffen sind fermentierte Produkte sowie Nüsse, in denen sich das Toxin unter ungünstigen Bedingungen bilden kann. Für Hersteller und Inverkehrbringer gewinnt dieses bislang weniger beachtete Mykotoxin zunehmend an Bedeutung.

3-NPA wird von verschiedenen Schimmelpilzen wie Aspergillus, Penicillium oder Arthrinium gebildet und kann sowohl bereits auf dem Feld als auch während der Lagerung entstehen. Faktoren wie hohe Feuchtigkeit, lange Lagerzeiten und unzureichende Kühlung begünstigen die Bildung des Toxins erheblich.

Gesundheitlich ist 3-NPA besonders relevant, da es neurotoxisch wirkt und neben gastrointestinalen Beschwerden auch neurologische Symptome verursachen kann. Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung zentraler Enzyme im Energiestoffwechsel der Zellen.

Da bislang keine verbindlichen Grenzwerte für 3-NPA in Lebensmitteln existieren, kommt der präventiven Qualitätssicherung eine zentrale Rolle zu. Für Unternehmen bedeutet dies, Produktions- und Lagerbedingungen konsequent zu überwachen und potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen.

Das BAV Institut und die Tentamus-Labore unterstützen Hersteller mit moderner Analytik beim Nachweis von Mykotoxinen wie 3-NPA. So tragen wir dazu bei, Kontaminationen frühzeitig zu identifizieren und die Sicherheit von Lebensmitteln entlang der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.

 

Quelle:  3-Nitropropionsäure (3-NPA) in Lebensmitteln: Risiken, Entstehung und sichere Analytik