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BfR: Fragen und Antworten zu Cadmium in Lebensmitteln

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17.06.2026 - Lebensmittel

BfR: Fragen und Antworten zu Cadmium in Lebensmitteln

BfR: Fragen und Antworten zu Cadmium in Lebensmitteln

In einer aktuellen Veröffentlichung informiert das Bundesinstitut für Risikobewertung über Cadmium in Lebensmitteln, seine Aufnahmewege und mögliche gesundheitliche Risiken[1]:

Cadmium ist ein natürlich vorkommendes Schwermetall, das sowohl durch geologische Prozesse als auch durch industrielle Aktivitäten in die Umwelt gelangt. Es findet sich unter anderem in Böden, Gewässern und der Luft und kann sich dadurch in Pflanzen und Tieren anreichern. Über diesen Weg gelangt Cadmium letztlich auch in die menschliche Nahrungskette.

Für die allgemeine Bevölkerung ist die Ernährung die wichtigste Quelle der Cadmiumaufnahme. Die Aufnahme über Lebensmittel erfolgt überwiegend unbemerkt und in geringen Mengen. Problematisch ist dabei weniger die akute Toxizität als vielmehr die langfristige Anreicherung des Cadmiums im Körper.

Nach der Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt wird Cadmium nur zu einem kleinen Teil resorbiert, jedoch sehr langsam wieder ausgeschieden. Es lagert sich vor allem in den Nieren und der Leber ab und besitzt eine biologische Halbwertszeit von mehreren Jahrzehnten. Dadurch kann es sich im Laufe des Lebens im Körper anreichern.

Aus gesundheitlicher Sicht stehen insbesondere mögliche Nierenschädigungen und eine Schwächung der Knochenstruktur im Fokus. Die European Food Safety Authority hat daher eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) von 2,5 µg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt, die als gesundheitlicher Richtwert dient.

Bestimmte Lebensmittel tragen stärker zur Cadmiumaufnahme bei. Dazu zählen vor allem Getreideprodukte und Kartoffeln, da sie in großen Mengen verzehrt werden. Auch Kakao, Sonnenblumenkerne, Leinsamen sowie bestimmte Pilze können erhöhte Gehalte aufweisen. Tierische Lebensmittel mit relevanten Konzentrationen sind insbesondere Innereien wie Leber und Niere sowie Muscheln und Tintenfisch.

Obwohl die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher unterhalb der gesundheitlichen Richtwerte bleiben, kann es insbesondere bei Kindern zu einer höheren Exposition kommen.

Die EU hat verbindliche Höchstgehalte für verschiedene Lebensmittelgruppen festgelegt und kontrolliert diese regelmäßig. Zusätzlich werden Einträge über Düngemittel begrenzt, um die Belastung der Böden langfristig zu reduzieren.

Auch im Alltag können Verbraucherinnen und Verbraucher die Aufnahme gering halten. Empfehlenswert ist ein moderater Verzehr von Wildpilzen und Innereien sowie eine insgesamt abwechslungsreiche Ernährung.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt in seinen Bewertungen zu dem Schluss, dass bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte in der Regel keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Cadmium bleibt dennoch ein relevanter Umweltkontaminant, dessen Gehalte kontinuierlich überwacht und reduziert werden.

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Quellen: