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28.04.2026 - Kosmetik
ECHA startet neue Konsultation zur PFAS-Beschränkung – steigender Beratungsbedarf für Unternehmen
Die European Chemicals Agency (ECHA) hat eine neue öffentliche Konsultation zur geplanten Beschränkung von PFAS-Chemikalien gestartet. Grundlage ist eine erste Bewertung des Ausschusses für sozioökonomische Analyse (SEAC), die nun durch Daten und Einschätzungen von Unternehmen, Verbänden und Fachleuten weltweit ergänzt werden soll. Beiträge können bis zum 25. Mai 2026 über einen strukturierten Online-Fragebogen eingereicht werden.
Der ursprüngliche Beschränkungsvorschlag wurde bereits im Januar 2023 von Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden eingebracht. Nach einer ersten Konsultationsrunde mit mehr als 5.000 Rückmeldungen veröffentlichte die ECHA im August 2025 eine überarbeitete Version, die zusätzliche Industriebereiche berücksichtigt.
Breit angelegte Befragung der Industrie
Die aktuelle Konsultation umfasst insgesamt 15 Fragebögen, darunter 14 branchenspezifische Umfragen – etwa für Kosmetika, Textilien, Lebensmittelkontaktmaterialien und Elektronik – sowie einen allgemeinen Fragebogen für weitere Industrien. Im Fokus stehen insbesondere:
Verfügbarkeit und technische Umsetzbarkeit von Alternativen zu PFAS
Wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen, einschließlich Beschäftigung und Gewinne
Kosten für Risikomanagementmaßnahmen und Berichtspflichten
Die ECHA weist darauf hin, dass alle Angaben direkt in die Fragebögen eingetragen werden müssen; separate Anhänge sind nicht zulässig. Vertrauliche Informationen können jedoch entsprechend gekennzeichnet werden.
Entscheidung bis Ende 2026 erwartet
Die im Rahmen der Konsultation eingehenden Daten werden in die finale Bewertung des SEAC einfließen. Die endgültige Stellungnahme wird bis Ende 2026 erwartet und anschließend an die Europäische Kommission übermittelt. Diese wird daraufhin konkrete Beschränkungsmaßnahmen erarbeiten, über die die EU-Mitgliedstaaten im REACH-Ausschuss abstimmen.
Bedeutung für die Industrie und Labordienstleister
Die geplante weitreichende Regulierung von PFAS dürfte insbesondere die Kosmetik- und Chemiebranche vor neue Herausforderungen stellen. Unternehmen müssen künftig verstärkt nachweisen, ob ihre Produkte PFAS enthalten oder entsprechende Alternativen einsetzen können. Dies erhöht den Bedarf an fundierter Analytik, toxikologischer Bewertung und regulatorischer Beratung.
Hier können spezialisierte Prüflabore und Beratungsdienstleister wie das BAV Institut eine zentrale Rolle spielen. Durch die Kombination aus mikrobiologischer und chemischer Analytik sowie umfassender Regulatory-Affairs-Expertise unterstützt das Institut Unternehmen dabei, Produktkonformität sicherzustellen, Sicherheitsbewertungen anzupassen und regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen.
Mit der laufenden Konsultation zeichnet sich bereits ab: PFAS wird sich in den kommenden Jahren zu einem der zentralen Themen der europäischen Chemikalienregulierung entwickeln – mit entsprechend wachsendem Bedarf an spezialisierten Prüf- und Beratungsleistungen.
Quellen:
- https://echa.europa.eu/es/-/echa-to-consult-on-pfas-draft-opinion-in-spring-2026
- https://www.arnoldporter.com/en/perspectives/advisories/2026/03/echa-committees-advance-broad-pfas-restriction-under-reach
