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13.05.2026 - Lebensmittel

EFSA veröffentlicht neue Daten zu Pestizidrückständen in Lebensmitteln

EFSA veröffentlicht neue Daten zu Pestizidrückständen in Lebensmitteln

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat aktuelle Daten zu Pestizidrückständen in Lebensmitteln veröffentlicht und bestätigt erneut ein hohes Maß an Verbraucherschutz in der Europäischen Union. Grundlage des Berichts sind mehr als 125.000 Lebensmittelproben aus den EU-Mitgliedstaaten, Norwegen und Island, die im Jahr 2024 untersucht wurden. Laut EFSA bleibt das gesundheitliche Risiko durch Pestizidrückstände in Lebensmitteln weiterhin gering.

Im Rahmen der EU-weit koordinierten Probenahmen wurden insgesamt 9.842 Proben verschiedener Lebensmittel wie Auberginen, Bananen, Brokkoli, Weintrauben, Paprika, Melonen oder Hühnereier analysiert. Dabei entsprachen 98,8 % der Proben den geltenden EU-Vorschriften. In 43,1 % der untersuchten Lebensmittel konnten keinerlei messbare Pestizidrückstände nachgewiesen werden. Rückstände innerhalb der gesetzlichen Höchstgehalte wurden bei 54,5 % der Proben festgestellt. Lediglich 1,2 % der Proben galten nach Berücksichtigung der Messunsicherheit als nicht konform.

Auch die Ergebnisse der nationalen Kontrollprogramme zeigen ein ähnliches Bild: Von 86.449 untersuchten Proben erfüllten 98,2 % die gesetzlichen Anforderungen. Gleichzeitig wurden bei fast 60 % der Proben keine messbaren Rückstände festgestellt. Die EFSA betont, dass die Exposition der Verbraucher gegenüber Pestizidrückständen nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand weiterhin als gesundheitlich unbedenklich einzustufen ist.

Erstmals gesondert ausgewiesen wurden zudem Ergebnisse aus verschärften Einfuhrkontrollen an den EU-Grenzen. Diese konzentrieren sich auf Lebensmittel und Herkunftsländer mit erhöhtem Risikopotenzial. Von rund 39.400 analysierten Importproben überschritten 5,5 % die gesetzlichen Grenzwerte, wobei 3,6 % als nicht konform eingestuft wurden. Betroffene Chargen wurden nicht für den europäischen Markt freigegeben.

Die aktuellen Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontinuierlicher Lebensmittelkontrollen und moderner Rückstandsanalytik entlang globaler Lieferketten. Unternehmen der Lebensmittelbranche stehen weiterhin vor der Herausforderung, gesetzliche Anforderungen einzuhalten und Risiken frühzeitig zu erkennen.

BAV Institut unterstützt Unternehmen mit umfassenden Analysen im Bereich der Lebensmittelsicherheit. Dazu zählen neben mikrobiologischen Untersuchungen auch Rückstandsanalysen, um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherzustellen und Risiken entlang der Lieferkette zu minimieren.