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15.01.2026 - Lebensmittel

EU-Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln: Harmonisierung angestrebt

EU-Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln: Harmonisierung angestrebt

Auf europäischer Ebene wird derzeit an der Einführung EU-weit einheitlicher Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln gearbeitet. Nach Angaben der Verbraucherzentralen wird angestrebt, entsprechende Regelungen in den kommenden Jahren – voraussichtlich bis 2026 – umzusetzen.

Betroffen sein könnten unter anderem Selen, Mangan, Folsäure, Vitamin B6, Vitamin A beziehungsweise Betacarotin, Vitamin E, Vitamin D sowie Eisen. Ziel der angestrebten Harmonisierung ist es, Überdosierungen von Vitaminen und Mineralstoffen zu vermeiden und die Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln innerhalb der Europäischen Union zu erhöhen.

Hintergrund: Unterschiedliche Regelungen in den Mitgliedstaaten
Derzeit existieren innerhalb der EU keine einheitlich festgelegten gesetzlichen Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Stattdessen gelten in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedliche nationale Empfehlungen und Vorgaben, die zum Teil deutlich voneinander abweichen. Dies führt sowohl bei Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln als auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Unsicherheiten.

Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass viele Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Menschen nicht notwendig seien und häufig in zu hohen Dosierungen angeboten würden. Eine langfristige übermäßige Zufuhr bestimmter Vitamine – etwa Vitamin D, Vitamin B6 oder Folsäure – kann gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Ziel: Einheitlicher Verbraucherschutz auf EU-Ebene
Mit der angestrebten EU-weiten Harmonisierung sollen ein einheitliches Sicherheitsniveau geschaffen und der Verbraucherschutz gestärkt werden. Konkrete Grenzwerte für einzelne Vitamine und Mineralstoffe liegen derzeit noch nicht vor. Auch der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens ist bislang offen.

Unterstützung für Hersteller durch BAV Institut und Tentamus
BAV Institut und die Tentamus Labore unterstützen Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln mit umfassender Analytik von Vitaminen und Mineralstoffen, Nährwertbestimmungen sowie Beratung zur rechtskonformen Kennzeichnung von Nahrungsergänzungsmitteln. Damit tragen wir dazu bei, die Produktsicherheit zu gewährleisten und regulatorische Anforderungen – einschließlich der kommenden EU-Höchstmengen – zuverlässig umzusetzen.

 

 

Quellen: