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07.01.2026 - Lebensmittel

Lebensmittelkontaktmaterialien: Migration aus Verpackungen als zentrales Sicherheitskriterium

Lebensmittelkontaktmaterialien: Migration aus Verpackungen als zentrales Sicherheitskriterium

Materialien und Gegenstände mit Lebensmittelkontakt leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit. Verpackungen, Beschichtungen und Bedarfsgegenstände stehen häufig über längere Zeiträume in direktem Kontakt mit Lebensmitteln. Entsprechend hoch sind die gesetzlichen Anforderungen an ihre chemische Unbedenklichkeit. Ein zentrales Bewertungskriterium ist dabei die sogenannte Migration – der Übergang von Stoffen aus dem Verpackungsmaterial in das Lebensmittel.

Eine unkontrollierte Migration kann die Zusammensetzung, Qualität sowie sensorische Eigenschaften von Lebensmitteln beeinflussen und stellt unter Umständen ein gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher dar. Aus diesem Grund dürfen Lebensmittelkontaktmaterialien gemäß europäischem Recht keine Stoffe in Mengen abgeben, die die menschliche Gesundheit gefährden oder das Lebensmittel unzulässig verändern. Zur Bewertung dieser Anforderungen sind fundierte analytische Untersuchungen erforderlich – etwa durch die chemischen Laboruntersuchungen des BAV Instituts.

Regulatorischer Rahmen für Lebensmittelkontaktmaterialien
Lebensmittelkontaktmaterialien umfassen unter anderem Kunststoffe, Metalle, Papier und Karton, Glas, Keramik sowie Beschichtungen und Verbundmaterialien. Die rechtliche Grundlage bildet auf EU-Ebene insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, ergänzt durch materialspezifische Regelwerke wie die Kunststoffverordnung (EU) Nr. 10/2011.

Diese Vorgaben verlangen unter anderem:

Das BAV Institut unterstützt Unternehmen mit qualifizierten Laborprüfungen und darauf abgestimmten Leistungen aus dem Bereich der Qualitätskontrollen für Lebensmittelunternehmen.

Zusätzlich stellen nationale Behörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Empfehlungen zu Materialien und Inhaltsstoffen bereit, die eine wichtige Orientierung für Hersteller und Inverkehrbringer darstellen.

Einflussfaktoren auf die Migration
Das Migrationsverhalten von Verpackungsmaterialien ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen insbesondere:

Gerade bei fetthaltigen Lebensmitteln oder Anwendungen mit erhöhten Temperaturen kann es zu einer erhöhten Migration kommen. Eine realistische, anwendungsbezogene Prüfung ist daher unerlässlich.

Das BAV Institut bietet dazu eine breite Auswahl analytischer Prüfverfahren und prüft Lebensmittelkontaktmaterialien nach anerkannten Methoden.

Neue Materialien und steigende Prüfanforderungen
Der Einsatz neuer und nachhaltiger Verpackungslösungen, beispielsweise auf Basis von Recyclingmaterialien oder innovativen Materialkombinationen, stellt zusätzliche Anforderungen an die Bewertung von Lebensmittelkontaktmaterialien. Neue Rohstoffe und Herstellungsprozesse müssen sorgfältig geprüft werden, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen.

In diesem Zusammenhang gewinnt eine individuelle, risikobasierte Bewertung zunehmend an Bedeutung. Das BAV Institut unterstützt Unternehmen nicht nur analytisch, sondern auch mit fachkundiger Beratung und Gutachten.

Prüf- und Beratungsleistungen des BAV Instituts
Das BAV Institut unterstützt Unternehmen bei der Bewertung und Prüfung von Lebensmittelkontaktmaterialien mit einem umfassenden Leistungsspektrum. Dazu gehören unter anderem:

In Zusammenarbeit mit den Tentamus-Laboren trägt das BAV Institut dazu bei, die Sicherheit von Verpackungslösungen zu bewerten und die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen zuverlässig zu unterstützen.

 

Quellen: