24.06.2026 - Lebensmittel
Neue EU-Empfehlung zur Überwachung von Perfluoralkylsubstanzen (PFAS) in Futtermitteln
PFAS sind eine große Gruppe synthetischer chemischer Verbindungen, die in der Natur nicht vorkommen und seit Mitte des 20. Jahrhunderts hergestellt werden. Sie sind sehr stabil und werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften in zahlreichen Bereichen eingesetzt, etwa in Textilien, Lebensmittelverpackungen aus Papier, Feuerlöschschäumen, Reinigungsmitteln und Pestiziden. Ihre breite Anwendung und ihre hohe Beständigkeit in der Umwelt haben zu einer weitverbreiteten Kontamination in der Umwelt geführt.
Sie lassen sich weltweit in Gewässern, Böden, Pflanzen und Tieren nachweisen und können so in die Nahrungskette gelangen. Besonders häufig werden sie in Lebensmitteln tierischen Ursprungs gefunden.
Da bislang nur unzureichende Daten zu PFAS in Futtermitteln vorliegen, hat die EU-Kommission mit der Empfehlung (EU) 2026/1307 eine EU-weite Überwachung eingeführt, auch um mögliche Kontaminationsquellen besser zu identifizieren.
Die Mitgliedstaaten sollen Futtermittel auf vier zentrale PFAS untersuchen:
- Perfluoroctansulfonsäure (PFOS)
- Perfluoroctansäure (PFOA)
- Perfluornonansäure (PFNA)
- Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS)
Die entsprechenden Daten sollen an die Behörde übermittelt werden.
Quellen:
