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15.04.2026 - Lebensmittel

Salmonellen in Schokoladencreme: Rückruf sorgt für Aufmerksamkeit

Salmonellen in Schokoladencreme: Rückruf sorgt für Aufmerksamkeit

Ein Hersteller von Schokoladenprodukten hat am 9. April 2026 bestimmte Chargen einer Haselnuss-Nougat-Creme zurückgerufen. Grund für die Maßnahme ist der Nachweis von Salmonellen im Rahmen interner Qualitätskontrollen. Verbraucherinnen und Verbraucher werden dringend aufgefordert, die betroffenen Produkte nicht zu verzehren.

Gesundheitsrisiko durch Salmonellen
Salmonellen zählen – nach Campylobacter – zu den häufigsten bakteriellen Auslösern von Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland. Eine Infektion, die sogenannte Salmonellose, äußert sich meist durch Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber sowie Übelkeit und Erbrechen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Warum Schokolade besonders kritisch ist
Auch wenn Salmonellen in Schokoladenprodukten vergleichsweise selten auftreten, können sie dort besonders gefährlich sein. Fett- und zuckerreiche Produkte wie Nuss-Nougat-Creme bieten den Keimen einen effektiven Schutz: Sie überstehen die Magensäure leichter und gelangen in größerer Zahl in den Darm, wo sie Infektionen auslösen können.

Bemerkenswert ist, dass in solchen Produkten bereits geringe Keimmengen – teilweise weniger als 1.000 Bakterien – ausreichen, um eine Erkrankung hervorzurufen. Zum Vergleich: In anderen Lebensmitteln sind oft deutlich höhere Mengen notwendig. Zudem können Salmonellen in Schokolade über Jahre hinweg überleben, da die Kombination aus geringem Wassergehalt und hohem Fettanteil ideale Bedingungen bietet.

Rückblick auf frühere Fälle
Krankheitsausbrüche im Zusammenhang mit Schokolade sind in Deutschland selten, aber dokumentiert. Der letzte bekannte größere Fall trat 2022 auf. Im Jahr 2025 wurde lediglich ein Produkt – eine vegane Schokolade – aufgrund von Salmonellenfunden zurückgerufen, ohne dass Erkrankungen gemeldet wurden.

Was Verbraucher jetzt tun sollten
Die vom Hersteller betroffenen Chargen sollten konsequent entsorgt und keinesfalls weiterverarbeitet werden. Wer nach dem Verzehr Symptome einer Salmonellose bemerkt – insbesondere bei Kindern – sollte ärztlichen Rat einholen.

Zudem empfehlen Fachbehörden, verdächtige Lebensmittel aufzubewahren, um sie gegebenenfalls untersuchen zu lassen.

Kontrolle und Überwachung
Die Überwachung von Lebensmitteln liegt in Deutschland bei den Bundesländern. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) koordiniert dabei unter anderem Meldungen im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems. Informationen zur Verbreitung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten stellt auch das Robert Koch-Institut bereit.In unseren Tentamus-Laboren führen wir Untersuchungen auf Salmonellen regelmäßig durch.

Wir liefern Ihnen schnelle und zuverlässige Ergebnisse. Für Fragen stehen Ihnen unsere Kundenberater sehr gerne zur Verfügung.

 

Quellen: