29.06.2026 - Lebensmittel
Sicher grillen: BfR gibt Empfehlungen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken
Die Grillsaison lädt zu geselligen Abenden und vielfältigen Speisen ein. Damit der Grillgenuss unbeschwert bleibt, weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf wichtige Hygieneregeln und Maßnahmen zur Minimierung gesundheitlicher Risiken hin.
Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Umgang mit rohen Lebensmitteln tierischer Herkunft gewidmet werden. Fleisch, Fisch und Eier können Krankheitserreger wie Salmonellen oder Campylobacter enthalten. Um Kreuzkontaminationen zu vermeiden, sollten rohe und verzehrfertige Lebensmittel stets getrennt gelagert und verarbeitet sowie Hände, Arbeitsflächen und Küchenutensilien gründlich gereinigt werden.
Neben mikrobiologischen Risiken können beim Grillen auch unerwünschte Stoffe entstehen. Werden Lebensmittel zu stark erhitzt oder verkohlt, können gesundheitlich bedenkliche Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), heterozyklische aromatische Amine (HAA) oder Acrylamid gebildet werden. Daher empfiehlt das BfR die Faustregel: „Vergolden statt verkohlen“.
Auch die Wahl des Grillzubehörs spielt eine Rolle. Grillschalen können verhindern, dass Fett oder Marinade auf die Hitzequelle tropfen und dadurch zusätzliche Schadstoffe entstehen. Beim Einsatz von Aluminiumschalen sollte jedoch beachtet werden, dass insbesondere salzige oder saure Lebensmittel den Übergang von Aluminium in das Grillgut begünstigen können.
Darüber hinaus rät das BfR davon ab, gepökelte Fleisch- und Wurstwaren zu grillen. Durch die Erhitzung können sich Nitrosamine bilden, die als gesundheitlich bedenklich gelten.
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