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24.02.2026 - Lebensmittel
Speisesalz im Test: Qualitätsunterschiede bei Arsen und Rieselhilfen
In der aktuellen Ausgabe von wurden 20 jodierte Speisesalze umfassend untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Auch bei einem alltäglichen Basislebensmittel wie Salz bestehen relevante Qualitätsunterschiede – insbesondere im Hinblick auf Schwermetallbelastungen und Zusatzstoffe.
Schwermetalle im Fokus: Arsen als Sicherheitskriterium
Im Rahmen der Untersuchung analysierte ÖKO-TEST verschiedene Speise- und Meersalze auf Schwermetalle. Dabei wiesen einzelne Produkte erhöhte Arsengehalte auf. Besonders kritisch ist anorganisches Arsen, das als gesundheitlich bedenklich gilt.
Auch wenn Speisesalz üblicherweise nur in geringen Mengen konsumiert wird, kann eine regelmäßige zusätzliche Belastung langfristig relevant sein. Aus Vorsorgegesichtspunkten gilt daher: Je geringer die Schadstoffbelastung, desto besser die Produktqualität.
Für Hersteller bedeutet dies, dass eine regelmäßige analytische Überprüfung von Rohstoffen und Endprodukten ein zentrales Element der Qualitätssicherung darstellt. Moderne Laboranalytik ermöglicht eine präzise Bestimmung von Spurenelementen und Schwermetallen selbst im Niedrigkonzentrationsbereich.
Rieselhilfen: Technologische Notwendigkeit oder Verbraucherfrage?
Ein weiterer Schwerpunkt des Tests lag auf sogenannten Rieselhilfen. Dabei handelt es sich häufig um Ferrocyanide wie:
- Natriumferrocyanid (E 535)
- Kaliumferrocyanid (E 536)
Diese Stoffe müssen laut EU-Recht gekennzeichnet werden. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über Lebensmittelzusatzstoffe.
Der Test zeigt, dass nicht alle Produkte Rieselhilfen enthalten: Einige Hersteller verzichten bewusst darauf oder nutzen alternative Verfahren zur Rieselfähigkeit.
Diese Zusatzstoffe verhindern das Verklumpen von Salz bei Feuchtigkeit und erfüllen insbesondere bei feinkörnigem Tafelsalz eine wichtige technologische Funktion.
Gleichzeitig stehen sie bei Teilen der Verbraucherschaft kritisch im Blickfeld, da sie kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe sind. Der Test zeigte, dass nicht alle Produkte Rieselhilfen enthalten. Einige Hersteller verzichten bewusst darauf oder setzen alternative technische Verfahren ein, um die Rieselfähigkeit sicherzustellen.
Während erhöhte Arsengehalte ein klares Sicherheitskriterium darstellen, sind Rieselhilfen vor allem eine Frage der Rezepturstrategie und der Positionierung im Markt.
Qualität zeigt sich in der Reinheit
Der aktuelle Salztest macht deutlich: Qualität bei Speisesalz bemisst sich nicht allein am Geschmack oder an der Herkunft, sondern insbesondere an der Reinheit des Produkts.
Für Hersteller und Inverkehrbringer bedeutet dies:
- Überprüfung von Schwermetallen (z. B. Arsen, Blei, Cadmium)
- Kontrolle von Zusatzstoffen
- Transparente Kennzeichnung
- Kontinuierliche Qualitätssicherung entlang der Lieferkette
Gerade bei Produkten des täglichen Konsums erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher ein Höchstmaß an Sicherheit und Transparenz.
Analytik von Speisesalz und Salzmischungen im Tentamus-Netzwerk
Haben auch Sie Speisesalz oder Salzmischungen, die Sie prüfen lassen möchten?
Bav Institut führt regelmäßig Untersuchungen auf Schwermetalle, Spurenelemente sowie Zusatzstoffe durch. Mit moderner Analytik liefern wir schnelle, valide und belastbare Ergebnisse – als Grundlage für Ihre Qualitätssicherung und Marktpositionierung.
Für Fragen zu Prüfparametern, gesetzlichen Anforderungen oder individuellen Untersuchungsprogrammen stehen Ihnen unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.
Quelle:
- ÖKO-TEST, Magazin Februar 2026: „Salz im Test“
https://www.oekotest.de/hefte/Magazin-Februar-2026-Salz_M2602.html
