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04.02.2026 - Lebensmittel

Studie bestätigt bekannte Muster der Salmonellen-Epidemiologie in Europa

Studie bestätigt bekannte Muster der Salmonellen-Epidemiologie in Europa

Eine neue EU-geförderte Studie zeigt mithilfe moderner Genomanalysen und KI, dass nicht-typhoide Salmonellen weiterhin zu den häufigsten zoonotischen Erregern in Europa zählen und sich Infektionen vor allem entlang grenzüberschreitender Lebensmittelketten verbreiten.

Eine aktuelle multinationale Studie unter niederländischer Leitung hat die fünf in Europa am häufigsten vorkommenden nicht-typhoiden Salmonella-Serovare untersucht. Mithels Multilocus-Sequenztypisierung des Kerngenoms und maschinellen Lernens wurden umfangreiche Datensätze aus zehn europäischen Ländern ausgewertet. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Serovare Enteritidis und Typhimurium den Großteil der humanen Infektionen verursachen.

Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Haustiere keinen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung dieser Salmonella-Serovare leisten. Vielmehr zeigen sich Infektionen beim Menschen häufig in anderen Ländern als den Herkunftsländern der Rohstoffe oder Produkte – ein Effekt, der auf die enge europäische Verflechtung der Lebensmittelproduktion und -logistik zurückzuführen ist.

Das BAV Institut ist auf die Untersuchung von Salmonellen spezialisiert und führt Analysen auch bei großen Probenmengen und Stückzahlen durch. Ergänzend bietet das Institut fachliche Beratung rund um Fragen der Produktsicherheit an.