Wie sicher ist der Einsatz von Küchenutensilien aus Metall?!
06.10.2025 - Lebensmittel
Wie sicher ist der Einsatz von Küchenutensilien aus Metall?!
Unbeschichtete und emaillierte Metallgegenstände, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen, können Elemente freisetzen, die in die Nahrung übergehen und potenziell gesundheitsschädlich sein könnten. In einer Untersuchung der deutschen Überwachungsbehörden wurde die Freisetzung von 21 Elementen aus 194 Metallgegenständen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Produkte nur geringe Mengen an Elementen abgeben, die keine gesundheitlichen Risiken darstellen. Allerdings wurde in einigen Fällen eine Überschreitung toxikologischer Grenzwerte festgestellt, was zu einer Empfehlung führt, die Herstellungsprozesse zu überprüfen und in bestimmten Fällen auf die Nutzung dieser Gegenstände zu verzichten.
Im Jahr 2022 führten Überwachungsbehörden aus zehn Bundesländern eine Untersuchung zu unbeschichteten und emaillierten Küchenutensilien aus Metall durch, um die mögliche Abgabe von Elementen an Lebensmittel zu prüfen. Obwohl es auf EU-Ebene bislang keine einheitlichen gesetzlichen Grenzwerte für die Freisetzung von Elementen aus metallischen oder emaillierten Lebensmittelkontaktmaterialien gibt, gilt grundsätzlich: Solche Materialien müssen dem Stand der Technik entsprechen und dürfen keine Stoffe in Mengen freisetzen, die die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher gefährden könnten. Zur Konkretisierung dieser allgemeinen Vorgabe hat der Europarat in seiner aktuellen Technischen Leitlinie spezifische Freisetzungsgrenzwerte (SRLs – Specific Release Limits) für zahlreiche Elemente festgelegt (EDQM, 2024). Für emaillierte Gegenstände ist zudem die überarbeitete Norm DIN EN ISO 4531:2022 maßgeblich, die ebenfalls Grenzwerte für die Freisetzung regelt (DIN EN ISO, 2022). Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nahm die Monitoring-Ergebnisse zum Anlass, die Freisetzung der insgesamt 21 analysierten Elemente aus metallischen Lebensmittelkontaktmaterialien unter Berücksichtigung aktueller toxikologischer Daten zu bewerten.
Ergebnis:
Die Bewertung erfolgte anhand der SRLs der Technischen Leitlinie des Europarates (EDQM, 2024) und der Norm DIN EN ISO 4531:2022.
99,1 % der unbeschichteten und 53,2 % der emaillierten Produkte lagen unter den Grenzwerten. Häufigste Überschreitung betraf Aluminium. Insgesamt wiesen 80,4 % der 194 Proben unbedenkliche Werte auf.
Bei der gesundheitlichen Bewertung lagen 186 Proben unter den jeweiligen HBGV. Acht Proben überschritten die toxikologischen Richtwerte deutlich, bei weiteren 39 war dies unter Einbezug zusätzlicher Belastungsquellen der Fall – meist für einzelne Elemente, in 11 Fällen für mehrere.
Das BfR empfiehlt Herstellern, Rohstoffe und Prozesse zu optimieren, um die Freisetzung problematischer Elemente wie Blei und Arsen weiter zu reduzieren. Die meisten Produkte gelten jedoch als gesundheitlich unbedenklich.
Quelle:
https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/kuechenutensilien-aus-metall-gehen-stoffe-ins-essen-ueber/
